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Schaum im Circus

Künstlergruppe um Alexandra Lotz stellt in Putbus aus

Alexandra Lotz
Circus in Putbus

Alexandra Lotz haut Musik in Stein. Tim Kellner experimentiert in Fotos. Beide sind Teil der Gruppe „Schaum" aus MV, die vom 16. Mai an im Circus Eins in Putbus wieder ausstellt, nachdem die Schau wegen der Corona-Pandemie pausieren musste. Der Titel „Freiheit ist ein mega Datenvolumen". Die Ausstellung setzt sich in Fotografie, Malerei, Grafik, Objekt und Installation mit der Um- und Abwertung traditioneller Werte durch die Werbeindustrie auseinander.

„Um allen ein möglichst sicheres Ausstellungserlebnis zu gewährleisten, tragen Sie bitte einen Mund-Nasen-Schutz und halten den Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander ein", bittet Susanne Burmester, künstlerische Leiterin im Circus 1. „Unsere Besucher sind gewohnt, eine persönliche Führung zu erhalten – darauf verzichten wir aktuell und geben stattdessen schriftliche Informationen zu den gezeigten Werken."

Die Ausstellung im Circus 1

SCHAUM, Freiheit ist ein mega Datenvolumen, 2020, Holzschnitt auf Japanpapier, ca. 44 x 28 cm, Auflage 5

Schaum setzt auf die sinnliche Qualität und den Witz, um sein Publikum zu erreichen. Der Eigensinn des Kollektivs besteht in der formalen Offenheit gegenüber traditionellen Kunstformen. Es untersucht Symbole, Marken, Moden und andere Zeichen der Konsumkultur, um zu zeigen, wie traditionelle Werte durch sie verändert oder sogar neu erfunden werden. Die Künstler greifen Aspekte der europäischen Kulturgeschichte auf und konfrontieren diese mit Phänomenen globalisierter Wirtschaftskreisläufe.

Wann ist die Schau zu sehen?

Die Ausstellung wird am 14. März um 17 Uhr eröffnet und ist von Donnerstag bis Sonnabend jeweils 12 bis 17 Uhr zu sehen. 

Wer steckt hinter Schaum?

Künstlerkollektiv existiert seit dem Jahr 2009 und agiert in wechselnden Konstellationen. Seit 2014 bilden Alexandra Lotz und Tim Kellner das Kernkollektiv. Beide realisierten 2017/2018 das mehrteilige Mahnmal zum 25. Jahrestag des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen für Rostock. Die Schau „Selbstoptimierung“ war u.a. in der Akademie der Künste, Berlin, bei Galerie Ursula Walter, Dresden, in der Kunsthalle Rostock und im Schloss Kummerow zu sehen, in deren Sammlung sich auch ihr Triptychon „Allegorie“ von 2016 befindet.

Circus Eins in Putbus