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Inge Jastram erhält Landeskulturpreis 2019

Die Grafikerin Inge Jastram wird für ihr Lebenswerk geehrt und erhält den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Das hat die Staatskanzlei am Freitag in Schwerin bekanntgegeben.

 „Wir würdigen eine große Künstlerin“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zur Begründung. „Inge Jastram gehört zu den besten Grafikerinnen in Deutschland. Sie ist hier bei uns im Land zu Hause, Mitglied im Künstlerbund MV und hat hier ihre Arbeiten bei uns in Mecklenburg-Vorpommern wie auch deutschlandweit mit großem Erfolg präsentiert.“

Die 1934 in Naumburg geborene Künstlerin hat vor allem als Buch- und Zeitungsillustratorin, unter anderem für den Hinstorff- und den Eulenspiegel Verlag, gearbeitet. Mit technischer Perfektion gelinge es ihr eindrucksvoll, ihre Beobachtungen von Menschen und Landschaften festzuhalten, heißt es aus der Staatskanzlei. Seit 2004 habe sie ihr Schaffen mit Zeichnungen und Aquarellen erweitert. Aktuell sind ihre Arbeiten in der Barnstorfer Kunstscheune in Wustrow zu sehen.

Inge Jastrams Biografie:

1934 geboren in Naumburg an der Saale

1949-1952 Schneider-Lehre mit Gesellenabschluss

1952-1957 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

1957 Diplom als Buchillustratorin bei Prof. Klemke

1958 Heirat und Umzug nach Rostock, Geburt von Sohn Jan

Grafische, Arbeiten für Zeitungen

1962 Geburt von Tochter Susanne

Beginn baugebundener Arbeiten - Glasfenster, Wandgestaltungen, Klinkerwandgestaltungen

1979 Wiedereinstieg in die Buchillustration: Eulenspiegel-Verlag, Hinstorff-Verlag,Teubner-Verlag, Bibliographisches Institut, Peters-Verlag

1982 Bestes Buch des Jahres / Umzug nach Kneese bei Marlow

Seit 1990 freie Arbeiten, Radierungen, Menschenbeobachtungen, Landschaften

Die Jastrams sind eine wichtige Künstlerfamilie in Mecklenburg-Vorpommern. Inge Jastram ist die Witwe des Bildhauers Jo Jastram, der im Jahr 2011 starb. Auch Sohn Jan Jastram und Tochter Susanne Rast haben eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen. Beide arbeiten als Bildhauer.

Extra

Der Kulturförderpreis des Landes geht in diesem Jahr an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Rostock, Juri Rosov. Rosov wird unter anderem für seine Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung der 2016 ins Leben gerufenen Jüdischen Kulturtage in Rostock ausgezeichnet.  

Die Preise werden am 12. September in Schwerin überreicht.