Gedankenspiele in Blau
Was verbinden Sie mit Blau: Die Weite des Meeres? Eine ferne Erinnerung? Eine stille Sehnsucht? Im Edvard-Munch-Haus in Warnemünde können Besucher ihre Gedanken dazu in zeitgenössischen Druckgrafiken schweifen lassen.
Jedes Jahr im Frühjahr gibt das Edvard-Munch-Haus dem Ausstellungsformat „hoch_tief_flach_durch – druckgrafische Positionen“ einen Raum. Die Idee dahinter ist, Besucherinnen und Besuchern Einblick in zeitgenössische Druckgrafiken zu gewähren: In aktuelle Arbeiten, Techniken und Arbeitsweisen. Runde vier des Formats steht unter dem Titel „„Im offenen Blau“ und zeigt Arbeiten von Andrea Ackermann, Rita Lass und Ellen Möckel.
Die drei Künstlerinnen arbeiten mit unterschiedlichen Techniken und übersetzen ihre künstlerischen Sichtweisen und Haltungen in Abdrücke, Spuren und Wiederholungen. Der Titel „Im offenen Blau“ versteht sich als weiter Denkraum. Das Meer bildet dabei einen inhaltlichen Anker. Das „offene Blau“ steht ebenso für Horizont, Ferne, Übergänge und Zwischenräume. Es kann Tiefe bedeuten oder Leere, Sehnsucht oder Bedrohung, Erinnerung oder Möglichkeit. Das „offene Blau“ zeigt sich in den Druckwerken konkret und abstrakt, landschaftlich und metaphorisch, materiell, prozesshaft und konzeptionell.
Die Ausstellung ist bis 3. Mai im Edvard-Munch-Haus, Am Strom 53 in Warnemünde. Sie öffnet freitags, samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr.
