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Güstrow

Schloss Güstrow, Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow

  • Franz-Parr-Platz 1
    18273 Güstrow
  • Nutzung: ständig
  • Zugang: in Öffnungszeiten
  • Barrierefrei: Nein
  • Sparte/n: Bildende Kunst, Architektur & Baukunst, Kunsthandwerk, Geschichte & Heimat

Erleben Sie eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Nordeuropas mit südlichem Charme.

Schloss Güstrow ist ein Juwel der Renaissancebaukunst im Norden Deutschlands. In zwei aufeinander folgenden Bauphasen verpflichtete Herzog Ulrich von Mecklenburg den italienischen Baumeister Franz Parr und den Niederländer Philipp Brandin, deren unterschiedliche Formensprachen ein Bauwerk von europäischem Rang hervorbrachten, das sich noch Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg als Herrschaftssitz erkor.

Aus der Erbauungszeit haben sich prächtige Stuckdecken erhalten, die zu den bemerkenswertesten Deutschlands zählen. Besonders üppig präsentiert sich die kuriose Festsaaldecke mit vorwiegend exotischen Jagdszenen nach niederländischen Kupferstichen.

In den historischen Schlossräumen ist heute eine Sammlung mittelalterlicher Kunst zu sehen, die zu den bedeutendsten in Norddeutschland zählt. Das Erdgeschoss bietet höfische Ausstattungsstücke, darunter kostbare Pokale sowie Gemälde von Lucas Cranach und eine der frühesten gemalten Menagerien der Kunstgeschichte. Anhand herzoglicher Porträts wird die Geschichte der Güstrower Linie der mecklenburgischen Dynastie nachgezeichnet. Eine Ausstellung italienischer Kunst vermittelt ein Bild von der Welt der Renaissance und des Frühbarock südlich der Alpen.

In der ehemaligen Etage der Herzoginnen werden antike Gefäßkeramik und eine facettenreiche Glassammlung präsentiert. Mit einer Neonarbeit von François Morellet und Ausstellungen im Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert sind Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts prominent vertreten.

Der rekonstruierte Garten lädt zum Lustwandeln und Verweilen ein: mit seinen Lavendelbeeten, Hainbuchen-Laubengängen und dem Wassergraben.