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Binz, Ortsteil Prora

Dokumentationszentrum Prora

  • Strandstrasse / Objektstrasse
    18609 Binz, Ortsteil Prora
    Anfahrtsbeschreibung
  • Nutzung: ständig
  • Zugang: in Öffnungszeiten
  • 01.01.2017 - 31.12.2017
    Montag:
    09:30 - 19:00 Uhr
    Dienstag:
    09:30 - 19:00 Uhr
    Mittwoch:
    09:30 - 19:00 Uhr
    Donnerstag:
    09:30 - 19:00 Uhr
    Freitag:
    09:30 - 19:00 Uhr
    Samstag:
    09:30 - 19:00 Uhr
    Sonntag:
    09:30 - 19:00 Uhr
  • Barrierefrei:
    Teilweise
  • Sparte/n: Architektur & Baukunst, Soziokultur & Kulturelle Bildung, Geschichte & Heimat

Dauerausstellung "MACHTUrlaub" zum geplanten "KdF-Seebad Rügen" und seinen Platz in der Geschichte

Das Dokumentationszentrum Prora in der Anlage des geplanten „KdF-Seebades Rügen“

In der Anlage des als „Koloss von Rügen“ bekannt gewordenen geplanten „KdF-Seebades Rügen“ in Prora befindet sich das Dokumentationszentrum Prora. Prora gehört zum Ostseebad Binz und liegt an der Prorer Wiek, der schönsten Bucht der Insel Rügen. Hier wurde die etwa 4,5 km lange Anlage im Auftrag der „NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude“ gebaut.  Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Sie ist neben dem „Reichsparteitagsgelände“ in Nürnberg die größte geschlossene architektonische Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Zeit. 20.000 Menschen sollten hier gleichzeitig Urlaub machen. Das „KdF-Bad der Zwanzigtausend“ ist nicht nur ein baugeschichtlich interessantes Beispiel für den Gebrauch der Architektur der Moderne im Nationalsozialismus, sondern auch ein sozialgeschichtlich wichtiges Zeugnis für das Bemühen des NS-Regimes, die Arbeiter, deren Parteien und Organisationen 1933 zerschlagen worden waren, zu befrieden und für die Kriegs-, Lebensraum- und Rassenpolitik zu gewinnen. Die „Nerven des Volkes“ sollten für den nächsten Krieg gestärkt werden, so wurde ein angebliches Zitat Hitlers in der Propaganda überraschend deutlich verbreitet.
Ziel war und ist es, Prora als historisches Denkmal zu erhalten und es in einer der historischen Bedeutung und den regionalen Erfordernissen angemessenen Weise zu entwickeln und zu nutzen. Die Stiftung Neue Kultur eröffnete im Jahr 2000 das Dokumentationszentrum Prora, um damit eine Lücke in der Erinnerungslandschaft der Bundesrepublik zu schließen. Im Jahr 2012 übernahm der aus einem Förderkreis hervorgegangene Verein Dokumentationszentrum Prora e.V. das Dokumentationszentrum.
Es zeigt gegenwärtig die Dauerausstellung MACHTUrlaub, die in den Jahren 2003 und 2004 im Rahmen des Programms Kultur 2000 der Europäischen Union mit Partnern aus Polen, Tschechien, Holland und Österreich realisiert wurde. Die Ausstellung ordnet Prora und die staatliche Organisation der Freizeit im Nationalsozialismus in den machtpolitischen Rahmen ein und leistet damit einen Beitrag zur Zerstörung langlebiger Mythen um den Nationalsozialismus.
Begleitet wird diese Dokumentation durch Wechselausstellungen mit Themen zu Geschichte, Architektur, Kunst, Natur und Politik.

Das Dokumentationszentrum befindet sich im Zentrum der Anlage in Prora, im Block III von Binz aus gezählt,  neben dem ehemaligen Theaterbau. Die Straße heißt Objektstraße, bei google Strandstraße.

Verkehrsverbindungen:

Sie erreichen uns mit der Regionalbahn von Stralsund-Bergen bzw. Binz/Rügen bis zur Station Prora (Nord) oder Prora-Ost. Für eine konkrete Planung klicken Sie bitte » hier.

Mit den Bussen der Linien 20 und 23 der Rügener Personennahverkehrs GmbH fahren Sie bis zur Haltestelle Prora Nord oder Prora Poststraße. Fahrpläne finden Sie » hier.

Mit dem Kraftfahrzeug fährt man von Stralsund über den Rügendamm auf der B 196 über Karow und weiter auf der B 196a nach Prora.

Jagdschlossexpress

Es hält auch der Naturerbe-Prora-Express auf dem Parkplatz vor unserer Tür. Sie können uns so bequem z.B. direkt von der Seebrücke Binz erreichen. Den Fahrplan finden Sie » hier:

Haltestelle Museum Prora

Ortskarte auf Rügen Onlineplan » hier.