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Rostock

Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt

Die Gedenkstätte ist derzeit (bis mindestens Ende 2018) wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

In der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Rostock befindet sich seit 1999 eine Dokumentations- und Gedenkstätte; diese ist derzeit geschlossen wegen der erforderlichen Sanierung des Gebäudes (bis voraussichtlich Ende 2018).

Die Untersuchungshaftanstalt wurde von 1958-1960 in der Rostocker Innenstadt gebaut. Sie war von Bürogebäuden der Staatssicherheit umgeben und lag somit abgeschirmt von der Außenwelt.
In den etwa 50 Zellen konnten 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Bis 1989 durchlebten rund 4900 Untersuchungshäftlinge leidvolle Wochen und Monate. Sie waren vorwiegend aus politischen Gründen verhaftet worden. Viele wollten selbst über ihr Leben bestimmen und hatten versucht, aus der DDR zu fliehen. Andere hatten Kritik an den politischen Verhältnissen geäußert.

Psychischer Druck bei den Vernehmungen, die Haftbedingungen, Angst und Ungewissheit führten nicht selten dazu, dass die Häftlinge zusammenbrachen. In den Verhören wurden sie zu Geständnissen genötigt, die in den folgenden Schein-Gerichtsverfahren gegen sie verwendet wurden.

Stasi-Unterlagen-Archiv/Außenstelle Rostock

Die Außenstelle Rostock des Stasi-Unterlagen-Archivs verwahrt die MfS-Hinterlassenschaften des ehemaligen Bezirkes Rostock und realisiert die Nutzung lt. StUG.

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